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Im Ozean der Sinne Gedanken da treibend Tanzend, taumeld, tiefblaue Fluten durcheilen
Entstanden durch Vorstellung und Traum durchziehen Sie schier endlosen Raum
Durch Wunsch und Phantasie getragen Emotionen der Seele - sie stellen nie Fragen
Im Einklang mit Herzschlag und Atmung bitten sie den Verstand um Vergebung
Fast alle enden als gemahlener Sand zerkleinert von Kopf und Verstand
weggeschwemmt in die Unendlichkeit auf ewig in den Kreislauf der Zeit
irgendwann, auf unerklärliche Weise schaffen es ein paar und plätschern ganz leise
in Form einer Muschel im Takt der Gezeiten ans Ufer des Geistes und seinen Weiten
von leuchtenden Augen entdeckt sogleich in die Tasche gesteckt
auf ersten Blick von Brandung geschunden gestrandet und dennoch gefunden
die wahre Bestimmung bleibt vielen verborgen offenbart sich erst an irgend einem Morgen
denn sieht man genauer dort hin macht plötzlich alles einen Sinn
Heimlich, verstohlen, in die Tasche gesteckt der Gedanke sich wieder zum Leben erweckt
die glatte Muschel in der Hand die der Betrachter einst fand
erinnert sich plötzlich und klar was am Strand vergessen da war
manch einer nur Muschel dort sieht ein anderer seine Hoffnung draus zieht
© Ralph Rust
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